Mit einer Grundfläche von 1,075 x 0,825 mm hat die Flip-Chip-Hi-Power-LED Micro-08 eine enorme Leuchtdichte von über 16000 lm/cm². Die auf fünf Seiten abstrahlende Micro-LED ist 0,75 mm hoch und bietet eine Lichtleistung über 95 Lumen pro Watt (bei 350 mA) beziehungsweise bis zu 132 Lumen bei maximal 1,5 W. Bedingt durch den geringen thermischen Widerstand von unter 4 °C/W können Kühlkörper deutlich kleiner ausfallen.
Der Arbeitstemperaturbereich reicht von -40 °C bis +85 °C. Die Hi-Power-LEDs sind in Farbtemperaturen von 2700 K bis 6500 K erhältlich. Neben der Standardselektion sind auch kundenspezifische Selektionen in bis zu 2 Step-McAdam möglich.
Die Micro-Serie wird durch die Micro-21- und Micro-15-LED abgerundet. Die Micro-21 hat die Abmessungen 2,0 x 1,6 mm und eignet sich hervorragend für den Einsatz als Blitzlicht, beispielsweise in Smartphones. Die Micro-15 misst 1,5 x 1,5 mm und ist neben dem weißen Farbspektrum auch in den Farben Rot, Grün, Gelb, Amber und PC Amber erhältlich.
Zur Vervollständigung des Sortiments ist von CONTOC ein breites Spektrum an LEDs für Beleuchtungszwecke, IR- und UV-Anwendungen in der Standard-Gehäusegröße 3,5 x 3,5 mm erhältlich.

Richtige Kühlung, geschicktes Thermomanagement
Leuchten-Designer wissen, dass LEDs mit speziellen PCBs und Kühlkörper gekühlt werden müssen. Das ist mit einem hohen materiellen und finanziellen Aufwand verbunden. Bekannt ist auch, wie schnell durch eine fehlerhafte Auslegung des thermischen Designs die Zuverlässigkeit und Lebensdauer von LED-Leuchten eingeschränkt wird.
Bei Power-LEDs erhöht sich der Kühlungsaufwand aufgrund des hohen Stromes nochmals. Dieser erzeugt in der Sperrschicht des Halbleiters ein hohes Wärmevolumen, das zuverlässig abgeführt werden muss. Auf keinen Fall darf die maximal zulässige Sperrschichttemperatur auf Dauer überschritten werden. Der Leuchten-Designer muss darauf achten, dass diese Bedingung durch den ausreichenden Wärmetransport über Wärmeleitung, Wärmestrahlung und Konvektion erfüllt wird.
Die Auswahl der LEDs nach einem möglichst geringen Wärmewiderstand bietet einige Vorteile. Im Vergleich zu Mid-Power- und Low-Power LEDs können mit der Syxem® Micro-Serie durch den geringeren Materialaufwand für Kühlkörper, PCB-Design und Bestückung nicht nur Systemkosten eingespart, sondern auch äußerst kompakte Leuchten designt werden.
Viele marktüblichen Mid-Power- und Low-Power-LEDs können wegen des hohen thermischen Widerstands von oftmals über 15 °C/W die entstehende Wärme nicht effizient an den Kühlkörper abgeben. Sie benötigen bei vergleichbaren Lichtströmen neben der höheren LED-Anzahl deutlich größere PCBs und einen immensen Kühlaufwand.

Flip-Chip Technologie – kostengünstige ultra-kompakte LEDs
Die Flip-Chip-Technologie ermöglicht Gehäuse, die kaum größer sind als der Chip selbst. Damit erreichen die LEDs der Syxem® Micro-Serie Leuchtdichten von bis zu 16000 lm/cm².
Bei der Flip-Chip-Technologie wird der LED-Chip direkt auf einen mit Elektroden versehenen Submount aufgebracht, darüber die Phosphorschicht aufgetragen und die Linse befestigt. Somit verringern keine Bondingdrähte mehr die Leistungsfähigkeit der LED und die entstehende Wärme kann direkt über die Kontakte – ohne zusätzlichen internen Wärmeleiter – abgeführt werden. Dies führt nicht nur zu extrem geringen Applikationsgrößen, sondern bietet durch die Materialersparnis in der Produktion und der Kühlung einen deutlichen Kostenvorteil.

Color Rendering Index – das Maß für die Farbwiedergabequalität
Unter dem Farbwiedergabeindex (englisch: Color Rendering Index, CRI) versteht man eine photometrische Größe, mit der sich die Qualität der Farbwiedergabe von Lichtquellen beschreiben lässt. Die abgekürzte Schreibweise für den Farbwiedergabeindex ist „Ra“, hierbei steht das Index-a für „allgemeine Farbwiedergabeindex“, der nur die Werte der ersten acht Testfarben nach DIN einbezieht. Mit einem allgemeinen Farbwiedergabeindex unter 80 wirken die Farben unnatürlich und matt. Bei vielen LEDs liegt der R9-Wert unabhängig vom Ra-Wert unter 10. Dadurch wirken Rottöne selbst bei einem hohen Farbwiedergabeindex glanzlos und kontrastarm.
LEDs mit einem hohen CRI-Wert bieten oft weniger Lumen pro Watt. Man muss deshalb von Anwendung zu Anwendung immer wieder entscheiden, ob die Helligkeit das Hauptkriterium ist und somit eine eventuelle Farbverfälschung der zu beleuchtenden Umgebung durch niedrige CRI-Werte (Ra) in Kauf genommen werden kann.
Wenn weder auf einen hohen Lichtstrom noch auf unverfälschte Farbwiedergabe verzichtet werden kann, bietet CONTOC mit den Hi-CRI-Produkten der Micro-Serie eine Lösung für Anwendungen, die höchste Ansprüche an Lichtqualität und Farbtreue stellen. Diese haben einen CRI (Ra) von über 95 (R9: 80 bzw. 90) mit bis zu 100 lm/W (je nach Farbtemperatur).

Genaues Binning für gleichmäßiges Licht
Immer wieder fällt auf, dass in vielen Lichtinstallationen die einzelnen LED-Lampen unterschiedlich leuchten. Besonders wenn diese direkt nebeneinander installiert sind oder mehrere LED-Leuchtmittel im selben Raum verwendet werden, kann dies sehr störend wirken. Sogar LED-Leuchtmittel von einer Marke oder aus einer Modellreihe leuchten mitunter in unterschiedlichen Farbtemperaturen.
Bei herkömmlichen Glüh- und Halogenlampen war das Phänomen dieser Farbunterschiede weitgehend unbekannt. Die in LED Lampen verbauten LED-Chips können Differenzen in der Farbe schon durch kleinste Schwankungen in der Produktion aufweisen.
Für hochwertige Lampen mit kaum wahrnehmbaren Farbunterschieden kann man bei der Bestückung mit mehreren LEDs eine Auswahl treffen, um die vorhandenen Abweichungen auszugleichen. Bei der oft verwendeten Selektion von rund 6 sdcm (6-Step-McAdam) kann dieser Auswahlprozess in der Produktion sehr aufwändig sein.
Achtet man bei der Beschaffung der einzelnen LEDs auf eine möglichst geringe Farbabweichung, fällt der Auswahlprozess deutlich einfacher aus. Aufgrund der hohen Qualitätsstandards in der Fertigung kann CONTOC neben der Standard-Selektion auf ? 5 sdcm auch eine Premium-Selektion auf bis zu ? 2 sdcm für die Micro-Serie anbieten.

Robuste EoB Module als Alternative zu CoBs
Mittlerweile erfreuen sich CoB Module (Chip on Board) wegen der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten und der einfachen Montage größter Beliebtheit. Die Leuchtflächen der CoB-Module sind jedoch äußerst empfindlich gegenüber mechanischen Einflüssen und Berührungen, was zu Ausfällen in der Produktion und im Feld führen kann. Um diesen Verlusten vorzubeugen, kann man EoB-Module (Emitter on Board) von Contoc verwenden.
Wie CoB-Module können auch die EoBs einfach direkt auf einen Träger geklebt, geschraubt oder mit einem Halter fixiert werden. Je nach Art der Befestigung werden anschließend die elektrischen Anschlüsse gelötet. Ist die Verbindung bereits Teil des Halters, kann auf das Löten verzichtet werden.
Basierend auf der Micro-Serie ergänzen Array-Module in der EoB-Technologie das Produktspektrum von CONTOC. Durch die einfache Skalierbarkeit ist die neue leading-edge Lichteinheit mit hohen Lumenwerten auf geringstem Raum in den zu marktüblichen CoB-Zubehör kompatiblen Größen erhältlich. Darüber hinaus können auch runde, rechteckige, sternförmige, dreidimensionale und anderen an die individuellen Kundenbedürfnisse angepassten EoB-PCBs geliefert werden.

Breiter Abstrahlwinkel für gute Ausleuchtung
Durch den breiten 150°-Abstrahlwinkel der Micro-Serie-LEDs liefern die Array-Module ein homogenes Licht ohne Multischatteneffekte. Die kleinen Array-Module lassen sich passgenau in Beleuchtungsapplikationen integrieren und auf die Kundenanforderungen abstimmen. Je nach Kundenanforderungen sind Ausführungen bis zu 170 Watt bei 1000 mA mit 12.500 Lumen realisierbar. Die mit den Farbtemperaturen von 3000 K bis 5700 K lieferbaren Array-Module zeichnen sich des Weiteren durch einen sehr niedrigen thermischen Widerstand und wahlweise Selektionen von bis zu 2 sdcm (2-Step-McAdam) aus.
Im Vergleich zu CoB-Modulen sind diese EoB-Module deutlich widerstandsfähiger gegenüber mechanischen Einflüssen und Berührungen auf den Leuchtflächen. Dies erhöht deutlich die Ausbeute des Verwenders und reduziert die Kosten. Die Array-Module können auch in voneinander unabhängigen Kanälen von 40 W in verschiedenen CCT-Kombinationen oder als W, G, B, A oder bzw. R, G, B, W geliefert werden.

Expertenpool für Design-in, Entwicklung und Fertigung
CONTOC unterstützt Leuchten-Designer bei der Auswahl von LEDs, PCBs, Reflektoren, optischen Linsen und Kühlkörpern und bietet auf Wunsch die Entwicklung und Fertigung von kompletten Lampen aus einer Hand.

Weitere Informationen: LED components, modules and lighting

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